Fahrt nach Taizé vom 11.-20.8.2007
Am 11.8. diesen Jahres machten sich 3 Jugendliche aus Halberstadt und 4 Jugendliche aus
Eisleben zusammen mit Pfarrer Scott Moore auf den Weg nach Taizé in Frankreich. Zu früher
Stunde ging es an diesem Samstag um 6 Uhr zunächst einmal mit dem Zug nach Freiburg und von
dort aus weiter mit dem Reisebus nach Taizé.
Taizé ist ein sehr kleines Dorf in Burgund. Auf dem Hügel über dem Dorf gibt es eine
Gemeinschaft von 105 Brüdern.
Wie für 3000 andere
Jugendliche aus der ganzen Welt, war die Kommunität auch unser Ziel.
Jede Woche kommen zw.
2000 und 6000 Jugendliche nach Taizé um dort eine Woche mit den Brüdern zu leben und zu
beten. Die drei Gebete am Tag bilden den Rahmen des Lebens in Taizé. So auch für uns.
Kaum angekommen war es auch schon soweit. Das Abendgebet. Völlig überwältigt von dem Gefühl
mit 3000 anderen Jugendlichen in einer Kirche zu sitzen, zu singen und zu beten, ging es
zu unserer kurzen Einweisung. Für die erste Nacht wurden wir in Großzelten untergebracht,
in denen wir mit 50 anderen Jugendlichen schlafen sollten.
Am nächsten Tag ging für uns
das Erlebnis Taizé erst so richtig los. Nach dem Frühstück und dem Gottesdienst halfen wir
mit, alles für den neuen Ansturm von Jugendlichen vorzubereiten. Einige von uns putzten
Waschräume und Toiletten, andere wischten den Speisesaal.
Für die nächsten 6 Nächte sollten
wir dann auch in Baracken untergebracht werden. Für einige von uns war es zunächst schwer
sich mit den sehr spartanischen Lebensbedingungen in Taizé anzufreunden und diese nicht
in den Vordergrund unseres Aufenthaltes zu stellen. Geändert hat sich das aber schon am
Montag, als wir aus unserer eigentlichen Gruppe ein wenig herausgelöst wurden und für die
Bibelarbeit mit einem der Brüder in kleinere internationale Gesprächgruppen mit uns meist
noch fremden Leuten aufgeteilt wurden. Für mich waren diese Bibelarbeiten, die Gespräche
und die Zeit mit meiner Gruppe eine sehr schöne und wertvolle, weil ich neue Freunde
gewonnen habe und viel über den Glauben der anderen, vor allem derer aus dem Ausland
erfahren habe.
So verlief die Woche in einem Rhythmus aus beten, Bibelarbeit,
Gruppentreffen und Arbeiten. Aber natürlich war auch viel Raum für Freizeit. Einige nutzen
diese Zeit auch mit ihrer Gesprächsgruppe oder besuchten das nahe gelegene Cluny oder
betätigten sich sportlich oder nutzen die Zeit zum Bibellesen oder Nachdenken.
Nach dem
Abendgebet kamen alle Jugendlichen zusammen um den Tag bei einem Wein oder einer Cola
ausklingen zu lassen. Zu dieser Zeit konnte man immer eindrucksvolle musikalische und
kulturelle Beiträge aus allen Nationen erleben. Wer keine Lust auf Trubel hatte, konnte
aber auch in Zelt oder Baracke schlafen oder in der Kirche weiter Beten und Singen. So
verging die Woche und am Sonntag, den 20.8. hieß es schon wieder Abschiednehmen.
Ich blicke auf eine Woche zurück, in der ich eine besondere Erfahrung im Glauben gemacht
habe und auch viele Dinge über meinen Glauben neu betrachtet oder erfahren habe. So war
Taizé trotz aller ungewohnten Gegebenheiten für uns alle eine Woche voller Spaß und vor
allem in Gemeinschaft mit Gott, die uns immer in Erinnerung bleiben wird.
Katharina Adler
Über 300 Fotos von der Taizé-Fahrt gibt es hier:
http://picasaweb.google.com/180gradfotos/Taiz2007